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Firmengeschichte


Kurzbiografie des Firmengründers Dr. Hannes Kovac

Herr Dr. Hannes Kovac  wurde am 9. August 1942 als Sohn von Anita und Primus Kovac geboren. Nach dem Besuch der Volks- und Mittelschule in Graz und Ablegung der Matura im Lichtenfelsgymnasium im Juni 1960, inskribierte er an der Karl-Franzens-Universität Graz Rechtswissenschaften, wo er am 10. Dezember 1964 zum Doktor  juris promovierte.

Abb. 1: Herr Dr. Hannes Kovac
Nach dem Studium arbeitete Dr. Hannes Kovac zunächst in einem Steuerberatungs-büro und anschließend von Anfang 1966 bis Jänner 1968 im väterlichen Betrieb (Karl Waltner & Co) als kaufmännischer Angestellter.

Anfang August 1967 gründete Dr. Hannes Kovac sein erstes eigenes Unternehmen. Er erwarb aus der Insolvenz der Firma Zugmayer & Söhne (Waldegg/Piestingtal NÖ) die gesamte Werksliegenschaft und den teilweise noch vorhandenen Maschinen-park.

Exkurs:

Die Firma Georg Zugmayer & Söhne wurde Anfang des 19. Jhdt. im östlichen Wie-nerwald gegründet. Sie war bis zum Ende der Monarchie die größte Kupferschmiede Mitteleuropas, die vor allem durch die Erzeugung von Kupferfeuerungsbuchsen für Dampflokomotiven bekannt war. Nach dem Zweiten Weltkrieg stellte die Firma auch auf Messingblecherzeugung um, jedoch zu spät und technisch zu wenig zukunfts-weisend (zu geringe Messingbandbreiten), sodass das Unternehmen im Jahre 1967 in Konkurs ging. Im Zuge dieses Konkurses wurde die Firma Zugmayer liquidiert und gelöscht. Dr. Hannes Kovac erwarb die Werksliegenschaft samt Werkshäusern und einen Teil der noch vorhandenen Maschinen aus der Konkursmasse. Für die Wie-deraufnahme des Betriebes wurde eine eigene Gesellschaft gegründet, die P. Kovac & Cie OHG, die 1968 unter gleichzeitiger Hereinnahme zweier weiterer Gesellschaf-ter ihren Betrieb begann. Anlässlich der Aufnahme dieser Gesellschafter wurde die Firma auf Metallwerk Waldegg P. Kovac & Cie KG umgetauft. Das Produktionspro-gramm dieses jungen Unternehmens bestand in der Herstellung von horizontalen Stranggussprofilen aus Kupfer, Messing, Bronze und Sonderlegierungen (Kupfer-Nickel-Legierungen). Es gelang jedoch nicht, das Betriebsergebnis über die Null-schwelle zu bringen, sodass nach 3 Jahren die Stilllegung des Unternehmens be-schlossen wurde. Das Metallwerk Waldegg P. Kovac & Cie KG wurde liquidiert und das Vermögen in die P. Kovac & Co OHG eingebracht.

Im Februar 1968 schied Dr. Hannes Kovac aus der Firma Karl Waltner & Co OHG als kaufmännischer Angestellter aus und gründete unter Beteiligung seiner Schwes-ter Helga Kovac die P. Kovac & Co OHG.  Am 1. April 1968, nahm die Firma P. Ko-vac & Co OHG ihren Betrieb als Schrotthandelsgesellschaft auf.

Dr. Hannes Kovac hat drei Söhne, Mag. Hannes Primus Kovac jun., Dr. Christian Andreas Kovac und Alexander Claudius Kovac. Seit Mitte 1999 ist der zweitälteste Sohn Dr. Christian Andreas Kovac in der Unternehmensgruppe Kovac in leitender Funktion tätig.


Die Entwicklung der Vorläuferunternehmung der Fa. Kovac, Firma Karl Waltner & Co von 1921 – 1969

Die Zwischenkriegsjahre

Im Jahre 1921 gründeten Primus Kovac und Ing. Karl Waltner eine Handelsfirma un-ter dem Firmenwortlaut Karl Waltner & Co in Graz. Diese Gesellschaft beschäftigte sich einerseits mit dem Handel von gebrauchten Maschinen, Stahlprodukten und an-derseits mit dem Handel und der Aufbereitung von Eisen und anderen metallischen Materialien, dem sogenannten Schrotthandel.

Primus Kovac erblickte als viertes von fünf Kindern am 25. August 1896 in Graz das Licht der Welt. Er war der Sohn von Maria und Johannes Primus Kovac, der einen Schmiede- und Schlossereibetrieb besaß. Dieses Unternehmen, mit Sitz in der Ro-senkranzgasse in Graz, hatte sich auf die Herstellung von Saumzeug für Pferdege-schirr spezialisiert. In seiner Spitzenzeit hatte der Betrieb ca. 40 Beschäftigte. Nach Ende des Ersten Weltkrieges mit dem Aufkommen des Automobils ging der Bedarf nach Saumzeug zurück und in der Folge musste  1925 das Geschäft eingestellt wer-den.

Abb. 2: Herr Primus Kovac

In diesem unternehmerischen Umfeld wuchs Primus Kovac heran und begann im Herbst 1919 eine Schmiedelehre im väterlichen Betrieb, die er jedoch nicht ab-schloss. Davor war er, nach Besuch der Bürgerschule und Matura an der Handels-akademie in Graz, 1915 in die k. u. k. Armee eingerückt und als Versorgungsoffizier im Einsatz. Nach Kriegsende arbeitete Primus Kovac im Ministerium für Sachabrüs-tung der Republik Österreich. Dieses Ministerium hatte die Aufgabe, Überschussgü-ter aus der Kriegswirtschaft 1914 – 1918 (z. B. Nägel, die nicht mehr für Militärschu-he benötigt wurden oder Messingschnallen für Uniformgürtel) zu verwerten.

Wissend um Primus Kovac’s Erfahrungen auf dem Gebiete der Sachabrüstung, nahmen sein gleichaltriger Schulkollege Ing. Karl Waltner und er im Jahre 1920 ein erstes gemeinsames Geschäft in Angriff ( Verwertung der Konkursmasse des insol-venten Fahrradwerkes Dürkopp). Es folgten weitere gemeinsame Geschäftsabwick-lungen, sodass 1921 der Beschluss gefasst wurde, eine eigene Handelsfirma zu gründen.  Am 19. Mai wurde der Gesellschaftsvertrag zwischen Ing. Karl Waltner und Primus Kovac abgeschlossen, aus dem die Gründung der offenen Handelsge-sellschaft Karl Waltner & Co, Eisen, Maschinen, Metalle mit gleichteiliger Beteiligung der beiden Gesellschafter hervorgeht.

Wie bereits oben erwähnt, beschäftigte sich das Unternehmen mit dem Handel von Eisen (Alteisen), Maschinen, Metallen und Industriebedarf. Mit Beginn der Geschäfte  waren mit Ausnahme der beiden Gesellschafter noch keine weiteren Mitarbeiter be-schäftigt, jedoch bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges hatte die Gesellschaft bis zu ca. 50 Mitarbeiter.

Charakteristisch für die wirtschaftliche Entwicklung Österreichs, insbesondere der Steiermark, in der Zwischenkriegszeit waren die starken Wellenbewegungen. Nach dem Verlust des riesigen, zollgeschützten Inlandsmarktes, durch den Zerfall der Mo-narchie, fehlte es der industriellen Produktion an entsprechender Nachfrage, wozu der Wegfall der umfangreichen Kriegsbedürfnisse wesentlich beitrug. Besonders be-troffen war die Eisen- und Metallindustrie, die durch die aus der Kriegswirtschaft stammenden Überkapazitäten ebenso belastet war wie durch die zahlreichen veralte-ten Kleinbetriebe.  Ebenfalls prekär war die Finanzlage des Staates. Die Staatskasse war leer, der Wert der Krone schwand auf den Geldmärkten. Die Inflation war nicht mehr zu bremsen. 1922 gelang es dem damaligen Bundeskanzler Dr. Ignaz Seipl, den Rat des Völkerbundes für finanzielle Hilfestellung an Österreich zu gewinnen. In den Genfer Protokollen kam es 1922 zum Beschluss der sogenannten „Völkerbund-anleihe“, die einen Übergangskredit darstellte, um die österreichische Währung zu stabilisieren. Mit der Währungssanierung hatte die Wirtschaft zwar wieder eine ver-nünftige Basis, das politische Klima verschlechterte sich aber. 


 
 


Abb. 3: Firmenbuchauszug 1929

Die steirische Wirtschaft fand trotz Umstellungs-, Sozialisierungs- und Kapitalprob-lemen in  der unmittelbaren Nachkriegszeit, Anschluss an die österreichische Ent-wicklung, vor allem in den Bereichen Eisen, Stahl, Metall, Brauereien und Fremden-verkehr. Die Konjunktur wurde jedoch durch die Weltwirtschaftskrise, ausgelöst vom Zusammenbruch der New Yorker Börse, am 24. Oktober 1929, jäh unterbrochen. Betroffen waren als erstes die Banken. Der Fall der Aktienkurse und die politische Konstellation führten zum Zusammenbruch der Creditanstalt-Bankverein in Wien im Mai 1931, als Folge ihrer Fusion mit der maroden Bodencreditanstalt zwei Jahre da-vor. Schwerwiegende wirtschaftliche und soziale Auswirkungen waren die Folge. Die steirische Wirtschaft schlitterte, wie auch die der anderen Bundesländer, in eine ihrer schwersten Krisen.

Für die Karl Waltner & Co OHG waren die Folgen der Weltwirtschaftskrise unmittel-bar danach spürbar. In den darauffolgenden Jahren, erste Hälfte der 30iger Jahre, mussten infolge der Krise viele Unternehmen zusperren, und es kamen deren Ma-schinenparks und Anlagen zur Verwertung. Dies bescherte der Karl Waltner & Co OHG viele Aufträge und die Firma erlebte dadurch einen von der allgemeinen Wirt-schaftslage abgekoppelten Aufschwung. In dieser Zeit erstreckte sich die Tätigkeit des Betriebes nicht nur auf Österreich, sondern auch in den Nachfolgestaaten der Monarchie wurden Geschäfte abgewickelt. Ein bedeutender Auftrag war die Liquida-tion eines Hüttenwerkes in Fiume, dem heutigen Rijeka. Weiters konnte im Zuge die-ser Verwertungen eine Chemische Fabrik in der Angergasse in den Murauen im Sü-den von Graz erworben werden. 

Exkurs:

1872 wurde im Süden von Graz eine sogenannte „Poudrette-Fabrik“ gebaut, in der die menschlichen Exkremente zu Dünger und Alkohol verarbeitet wurden. Mit dem Beginn des Schwemmkanalnetzes in den 20iger Jahren wurde diese Fabrik stillge-legt. Die Liegenschaft wurde von einer Industriellengruppe erworben und zu einer chemischen Fabrik ausgebaut, jedoch aufgrund der Auswirkungen der Weltwirt-schaftskrise nicht in Betrieb genommen. Im Oktober 1942 wurde die Fabrik von  der Firma Karl Waltner & Co erworben. In den Kaufverträgen vom 7. Oktober (Graz), 17. Oktober (Wien) und 22. Oktober 1942 (Berlin) wurde der Preis der Realitäten ohne Maschinen und Werkzeuge auf 130.000 RM festgelegt. Teile der Fabrik mussten in dieser Zeit jedoch für das Heeres-Verpflegs-Hauptamt freigehalten werden, weitere Räumlichkeiten standen laut Mietvertrag seit 1938 der Heeresstandortverwaltung Graz zur Verfügung. Die Bombenangriffe 1945 auf Graz hatten auch die Fabrik in der Angergasse nicht verschont und die Anlagen schwer beschädigt. 

Am 11. Februar 1946 wurde ein Pachtvertrag zwischen der Karl Waltner & Co OHG mit der Firma H. G. Lettner und Söhne, über die Nutzung der 72.000 m² Grundfläche samt den darauf befindlichen Baulichkeiten und Maschinen,  abgeschlossen. Im ers-ten Jahr betrug der Bestandszins  22.000 Schilling.  Die Firma H.G. Lettner & Söhne war ein alteingesessenes Unternehmen in Marburg, das durch drohende Enteignung nach Kriegsende ihren Firmensitz nach Graz verlegte. Bekanntheit erlangte das Un-ternehmen durch die Marken „Spanisch Leder“ und durch die Hirschseife. 1969 im Zuge der Realteilung der Karl Waltner & Co OHG wurde die Liegenschaft in die P. Kovac & Co OHG eingebracht. Die Firma H. G. Lettner, die bis 1998 Pächter des Areals war, wurde im Zuge des Konkursverfahrens 1998 liquidiert und in der Folge wurden die Anlagen von der Kovac Schrott GmbH demontiert und verschrottet.

Derzeit besteht der Plan auf diesem Gelände das Grazer Popkulturzentrum und eine Kunsthalle (Veranstaltungshalle für bis zu 1200 Personen), zur Nutzung durch die Kulturhauptstadt 2003, dem Steirischen Herbst und allenfalls der Styriate, zu errich-ten.

Anschluss und Zweiter Weltkrieg

Die Nichtbewältigung der wirtschaftlichen Krise, vor allem die unbefriedigende Lö-sung der Arbeitslosenfrage hat wesentlich dazu beigetragen, dass am 12. März 1938 deutsche Truppen in Österreich einmarschierten und den „Anschluss“ an das deut-sche Reich propagierten. 

Mit Kriegsbeginn 1939 waren die gesamte gewerbliche Wirtschaft des Landes und die Landwirtschaft zur gelenkten Kriegswirtschaft geworden. Durch das Kriegsbewirt-schaftungssystem wurde der marktwirtschaftliche Wettbewerb ausgeschaltet, und der Rohstoff Eisenschrott und Nichteisen-Schrott als ein wichtiger Rohstoff für die Rüstungsindustrie vollkommen bewirtschaftet und gelenkt. Der Firma Karl Waltner & Co OHG wurde vorgeschrieben welche Preise, welche Mengen, in welcher Qualität, in welcher Zusammensetzung, wann zu liefern sind. Andererseits wurde jedoch auch Produktionsfirmen, Baufirmen und anderen Unternehmen, wo diese Materialen anfie-len, eine Ablieferungspflicht beim registrierten Aufbereitungsbetrieb vorgeschrieben. Dadurch war also sichergestellt, dass das Unternehmen bei entsprechender wirt-schaftlicher Vorgehensweise positiv geführt werden konnte.  Grundsätzlich wurde das gesamte steirische Gewerbe organisatorisch seit 1939 zunächst in der „Wirt-schaftskammer Südmark“, ab 1943 in der eigenständigen „Gauwirtschaftskammer Steiermark“, also dem Reichswirtschaftsministerium, vertreten.

Seit den 20iger Jahren diente ein Gebäude in der Finkenstraße der Karl Waltner & Co OHG als Firmensitz und als Bürostandort. Anfang der 30iger Jahre wurde zusätz-lich ein Gelände am Bahnhofsgürtel erworben. Durch einen Bombentreffer 1944 wur-de das Bürogebäude in der Finkengasse aber schwer beschädigt und die Leitung des Betriebes in ein Büro am Standort Bahnhofgürtel verlegt.

Der Handel mit Nutzeisen (Handel mit gebrauchten Trägern, Rohren, Blechen und dergleichen aus Eisen und Stahl, die bei der Verwertung von alten Anlagen in einer Form anfallen, dass sie ohne eingeschmolzen zu werden der Wiederverwertung zu-geführt werden können) und der Handel mit Gebrauchtmaschinen wurde in der Fin-kengasse abgewickelt. Der Lagerplatz am Bahnhofgürtel diente dem Schrotthandel (Handel mit für die Einschmelzung vorgesehenen Alt- und Abfallstoffen aus Eisen, Stahl und Nichteisenmetallen). Außerdem befanden sich dort die Lagergebäude zur Einlagerung der Buntmetalle  (Metalllegierungen aus Kupfer und anderen Metallen), der Fuhrpark für den Schrotthandel und die Maschinen zur Aufbereitung des Schrot-tes. 

Die Zeit nach 1945

Österreich sah sich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges vor nahezu unüber-windbare wirtschaftliche Schwierigkeiten gestellt. Die Städte waren durch Kriegsein-wirkungen drastisch in Mitleidenschaft gezogen worden, die Verkehrswege, Trans-porteinrichtungen, die Anlagen zur Energieerzeugung sowie die meisten bedeuten-den Fabrikationsstätten waren zerstört. Die triste Nachkriegssituation der Wirtschaft besserte sich jedoch rasch. Durch die aktive Mitwirkung der Bevölkerung und durch die Zuwendung von fast einer Milliarde im Rahmen des Marshall-Planes konnte der Wiederaufbau Österreichs zügig vorangetrieben werden.

Da sich sowohl das Betriebsgelände der Karl Waltner & Co OHG in der Finkengasse als auch das am Bahnhofgürtel in unmittelbarer Bahnhofsnähe befanden, wurden sie durch Bombentreffer schwer beschädigt. Diese Kriegsschäden erleichterten den Neubeginn des Unternehmens 1945 natürlich nicht. Jedoch verlangte die Wirtschaft danach, dass kriegsbeschädigte oder überalterte Anlagen verwertet wurden. Durch diese Tatsache konnte sich der Betrieb, der in dieser Branche tätig war, relativ schnell erholen. 

Seit 1943 war der Zweite Weltkrieg praktisch mit der Notenpresse finanziert worden. Die Folge war ein rasches Ansteigen der Geldmenge. Durch die äußerst strengen Bewirtschaftungs- und Preisregelungsmaßnahmen wurde die Inflation nicht voll sichtbar („zurückgestaute Inflation“).  Mit der Einführung des Schillings Ende Novem-ber 1945 konnte die Bevölkerung generell nur 150 RM (Reichsmark) im Verhältnis 1:1 eintauschen. Alle anderen Guthaben wurden auf Sperrkonten gelegt, bis auch diese mit dem „Währungsschutzgesetz“ im November 1947 für die Kontoinhaber ver-loren waren. Mit diesen drakonischen Maßnahmen gelang es, eine explodierende Inflation zu unterbinden.
Da unter Wahrung des Bilanzkontinuitätsgrundsatzes eine RM mit einem Schilling konvertiert wurde, fanden sich gegen Mitte der 50iger Jahre in den Büchern der Un-ternehmen keine aussagekräftigen Wertansätze mehr. 1953 erging daher das soge-nannte Schillingeröffnungsbilanzgesetz. Dies erlaubte Unternehmen zum 1. 1. 1954 unter Wahrung der Bilanzkontinuität Wertansätze in der Bilanz auf Tageswerte auf-zuwerten. Wobei der dabei entstehende buchmäßige Aufwertungsgewinn nicht be-steuert wurde.  Zur Schätzung der Schillingeröffnungsbilanz-Werte der Gründe, Ge-bäude und werkseigenen Einrichtungen der Firma Karl Waltner & Co OHG wurde die Hoch- und Tiefbau-Unternehmung von Dipl. Ing. Ernst Staerck herangezogen. Seine Expertise ergab für die Gründe, Gebäude und werkseigenen Einrichtungen am Bahnhofgürtel einen Verkehrswert per 1. 1. 1954 von knapp 640.000 Schilling, für die Liegenschaften, Baulichkeiten und werkseigenen Einrichtungen in der Wienerstraße 372, die seit der zweiten Hälfte der 30iger Jahre im Besitz der Karl Waltner & Co wa-ren, einen Wert von über 1,3 Millionen Schilling und für den Pavillon im Messegelän-de der Grazer Messe einen Verkehrswert von 21.000 Schilling. 
 
Abb. 4: Ausstellungsbereich der Firma Karl Waltner & Co auf der Grazer Messe 1951
 

Abb. 5: Urkunde für die ausgezeichnete Gestaltung des Ausstellungsbereiches der Firma Karl Waltner & Co (Grazer Messe 1951)

Die 50iger Jahre brachten für die Sparte Maschinen-, Stahlhandel und Schrottaufbereitung ein sehr günstiges wirtschaftliches Umfeld und das Unternehmen Karl Waltner & Co wuchs. Gegen Ende des Jahrzehnts hatte es seine Blütezeit mit ca. 200 Beschäftigten und einem Filialbetrieb in Kapfenberg.

Als spezieller Geschäftszweig wurden in der Kapfenberger Filiale die Schlackenhal-den des Stahlwerkes der Firma Böhler aufgearbeitet. Kriegsbedingt befanden sich in diesen Schlackenhalden sogenannte Ofenbären, das sind Chargen die bei einem Bombenangriff unfertig entleert wurden. Diese Ofenbären und das sogenannte hier-bei gewonnene Separationseisen wurde als hochwertiger Rohstoff in ganz Europa verkauft.

Ab 1960 kam es altersbedingt zu einer Stagnation der Geschäftsentwicklung, da bei-de Firmengründer noch mit der Leitung des Betriebes betraut waren. Im Juli 1966 verstarb Ing. Karl Waltner. Nach dessen Tod kam es zwischen der Witwe Erna Walt-ner und Primus Kovac zu Differenzen und in der Folge auch zu gerichtlichen Ausei-nandersetzungen.

Mit 1. September 1969 wurde die Firma Karl Waltner & Co liquidiert. Der Schrotthan-delsbetrieb am Bahnhofsgürtel wurde unter dem Firmenwortlaut Schrottwaltner GmbH an die VOEST-Alpine Schrotthandelsgesellschaft verkauft, der Maschinen- und Stahlhandelsbetrieb in der Finkengasse 4 wurde von Erna Waltner übernommen und als Einzelfirma fortgeführt, der Gebrauchtmaschinenhandel und Nutzeisenbe-trieb in der Wienerstraße 372 wurde von Primus Kovac übernommen und unter gleichzeitigem Beitritt in die P. Kovac & Co OHG am 1. 4. 1969 eingebracht.
 
Firmengeschichte als Fa. Kovac

Die Jahre 1968 bis 1976

1968 begann ein starker internationaler Konjunkturaufschwung, der auch Österreich erfasste und über den höhere reale Wachstumsraten des Brutto-Inlandsproduktes als im OECD-Durchschnitt erreicht wurden. Die Rahmenbedingungen waren geradezu ideal: eine auf Sanierung der österreichischen Finanzen gerichtete Budgetpolitik, ei-ne die Stabilität fördernde Sozialpartnerschaft und ein starker Fortschritts- und Tech-nikglaube. 

In dieser Periode der Prosperität gründete Dr. Hannes Kovac im Februar 1968 unter Beteiligung seiner Schwester Helga Kovac die P. Kovac & Co OHG, die mit 1. April 1968 in der Raiffeisenstraße 61 in Graz auf einem von der ÖBB angemieteten Bahn-platz (ca. 2400 m²) ihren Betrieb als Schrotthandelsgesellschaft aufnahm. Da auf der Betriebsfläche noch Bauschutt aus dem Zweiten Weltkrieg gelagert war, wurde be-reits im Februar 1968 damit begonnen das Gelände zu räumen, anzuschottern und zu planieren. Im März wurde dann eine gebrauchte Straßenbrückenwaage montiert und als Büro- und Gefolgschaftsraum eine Holzfachwerkhütte aufgestellt. Da die Räumlichkeiten aber zu klein waren, wurde noch im selben Jahr ein Büro in der Kep-lerstraße 105 angemietet. Im Juli 1968 wurde eine hydraulische Großschrottschere aus England angeliefert und in Betrieb genommen (erste derartige Anlage bei einem österreichischem Schrotthandelsunternehmen).  Dies wirkte sich auf den Geschäfts-verlauf positiv aus und der Betrieb nahm entsprechenden Aufschwung. 1968 be-schäftigte die P. Kovac & Co OHG 12 Mitarbeiter (4 Angestellte und 8 Arbeiter).

Mit dem Beitritt von Primus Kovac und der gleichzeitigen Einbringung eines Teiles der Firma Karl Waltner & Co in die P. Kovac & Co OHG am 1. April 1969 wurde die Schrotthandelsgesellschaft um einen Gebrauchtmaschinenhandel und Nutzeisenbe-trieb erweitert.

Diese zweite Sparte des Unternehmens befand bzw. befindet sich in der Wienerstra-ße 372 und war anfangs hauptsächlich damit beschäftigt, vorhandene Lagerbestän-de zu verwerten.  So wurden neben Maschinen, Motoren, Pumpen, LKW-Achsen, Autobestandteilen, teilweise noch aus Kriegsbeständen, auch Teerfässer, Schienen, Behälter, Förderbänder und vieles mehr (  unter anderem 2 LKW-Ladungen Haar-shampoo) verkauft oder verschrottet. Parallel dazu wurde begonnen, aus Betriebs-stilllegungen und Konkursmassen mit Werkzeugmaschinen verschiedenster Art und anderen Geräten, welche noch einen Hoffnungswert besaßen, Handel zu treiben.


 

Abb. 6: Betriebsstandort Wienerstraße 372 im Jahre 1971


1971 wurde das Objekt in der Wienerstraße 372 auf ca. 2000 m² Hallenfläche aus-gebaut und bereits davor wurde mit dem Aufbau eines weiteren Geschäftsstandbei-nes angefangen: der Kauf und Verkauf von Nutzmaterial; Träger, Rohre, Schienen und dergleichen, angeliefert vom Schrottwerk in der Raiffeisenstraße, Kurzware (wie Winkelträger oder Wellenstahl) und deklassiertes Material wurde aus österreichi-schen und italienischen Werken angekauft und gewinnbringend weiterverkauft. Als deklassiertes Material wird Material bezeichnet, das entweder aufgrund der Abmes-sungen oder der Qualität nicht den Normanforderungen entspricht.
Die Kundenanforderungen machten es jedoch notwendig, auch 1A-Ware zu veräu-ßern, da man nicht immer Kurzware oder deklassiertes Material zur Verfügung hatte. Dies ging soweit, dass mit Ende 1979 der überwiegende Teil des Geschäftsvolu-mens schon aus regulärer Ware bestand. 
Das Schrottgeschäft am ursprünglichen Betriebsstandort in der Raiffeisenstraße 61 nahm ebenfalls einen entsprechend guten Verlauf.  Im Jahre 1971 begann man, als erstes Unternehmen in der Steiermark, mit dem Aufstellen von Containern zur fach-gerechten Entsorgung von Bauschutt und Gewerbemüll. Gleichzeitig wurde auch ein Teil der Materialabholung im Schrottgeschäft auf dieses System umgestellt. Zu die-ser Zeit bis 1988 war der Eisen- und Stahlschrotthandel in Österreich einer straffen, durch ein eigenes Gesetz (Schrottlenkungsgesetz) geregelten, Bewirtschaftung un-terworfen.

Da Schrott ein sehr wichtiger Rohstoff bei der Stahlerzeugung ist und die benötigten Mengen in den meisten westlichen Industrienationen nicht vorhanden waren, wurden große Mengen von Schrott importiert und die Ausfuhr in Österreich gesetzlich unter-sagt.  Verstöße gegen dieses System wurden nicht nur durch Geldstrafen, sondern auch durch Justizstrafen (bedingte Freiheitsstrafen) geahndet.

Je nach Stahlerzeugungsverfahren ist die Verwendung von Stahlschrott unterschied-lich. Der Schrottanteil bei der Rohstahlerzeugung schwankt zwischen 20% (Sau-erstoffblas-Verfahren) und 100% (Elektrostahl-Verfahren). Schrott kann in zwei Gruppen unterteilt werden: Neuschrott und Altschrott. Als Neuschrott oder Kreislauf-schrott fällt dieser Rohstoff im Bereich der Hüttenwerke bei der Herstellung von Walzstahl (Kanten, Enden) an. Große Mengen liefert auch die stahlverarbeitende Industrie. Daneben gibt es noch den Alt- und Sammelschrott, der sich aus nicht mehr verwendeten Gegenständen, die Eisen und NE-Metall enthalten zusammensetzt (alte Autos, Haushaltsgeräte, Baumaschinen, Einrichtungen auf Bauhöfen und vieles mehr). Dieser muss allerdings in besonderen Aufbereitungsanlagen von uner-wünschten Begleitelementen getrennt werden.

Der Österreichische Schrotthandel war in fünf Stufen organisiert und zwar:

- die Anfallstelle (Industrie- und Gewerbebetriebe bei denen eisen- und metall-hältige Abfälle anfielen),
- der Zubringerhandel,
- der aufbereitende Handel,
- der Werksbelieferungshandel, der die Ware nur verrechnete und nicht mehr physisch übernahm
- und als letzte Stufe der Verbraucher, die eisen-, stahl- und gusserzeugende Industrie.

Bis in die 70iger Jahre war Österreich durch eine nicht zu geringe Anzahl an Stahl-werken und –gießereien gekennzeichnet. Diese Unternehmen traten zueinander in Wettbewerb, um entsprechende Mengen und Qualitäten an Schrott am österreichi-schen Markt zu erwerben. Daher war trotz Schrottlenkung in Zeiten guter Nachfrage ein gewisser Markt vorhanden. Die Abnehmer der P. Kovac & Co OHG waren in die-ser Zeit der Großteil der obersteirischen Stahlwerke, wie die STYRIA  Gussstahlwer-ke in Judenburg, die 1975 der VEW AG (Vereinigte Edelstahlwerke AG) einverleibt wurden, die Hütte Donawitz der VOEST-ALPINE AG, das Böhlerwerk in Kapfenberg, dass ab 1975 ebenfalls zur VEW AG gehörte, die SCHOELLER-BLECKMANN-Werke in Ternitz und Mürzzuschlag/Hönigsberg (ab 1975 VEW AG) und andere. Im Grazer Raum wurde die MARIENHÜTTE, ein Stahlwerk, das auf die Herstellung von Bewehrungsstählen und kleindimensionierten Stahlprofilen spezialisiert ist, mit Schrott versorgt. 

Die Jahre 1976 – 1984

Im Jahre 1976 wurde der Schrotthandelsbetrieb in der Raffeisenstraße 61 und die Sparte Maschinen und Nutzhandel in der Wienerstraße 372 aus der P. Kovac & Co OHG ausgegliedert, in die neu gegründete Kovac Eisen-Maschinen-Metalle GmbH eingebracht und als Tochterunternehmen der erstgenannten Firma fortgeführt. Dies geschah hauptsächlich aus organisatorischen Gründen. (Trennung des sich entwi-ckelnden Immobilienbereiches und  des Handelsbereiches) 

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Mitarbeiterstand von 12 Personen 1968 bereits auf ca. 50 Beschäftigte (ca. 35 im Schrotthandelsbetrieb und ca. 15 Personen im Maschinen und Nutzhandelsbereich) erhöht.

1979 erwarb die Kovac Eisen-Maschinen-Metalle GmbH den Stahlhandelsbetrieb Kolbegger unter gleichzeitiger Gründung der Eisen Kolbegger  GmbH in Bruck/Mur. Dieser Expansionsschritt erwies sich in der Folge jedoch als wenig sinnvoll, da einer-seits die Unternehmensgröße für eine wirtschaftliche Führung zu klein und ander-seits aufgrund der räumlichen Nähe Graz – Bruck ein zweiter gleichgearteter Betrieb nicht erforderlich war. Deshalb wurde das Tochterunternehmen 1981 wieder ver-kauft.

Bereits ein Jahr davor wurde das Maschinen- und Nutzeisenhandelsgeschäft am Standort Wiener Straße 372 gänzlich eingestellt, da wie bereits oben erwähnt, der überwiegende Teil des Geschäftsvolumens aus dem Handel mit 1A-Ware bestanden hat. Gleichzeitig wurde der Hallenneubau (Halle Vab), ebenfalls am Areal Wiener Straße 372, fertiggestellt und der Stahlhandelsbetrieb dorthin übersiedelt. Der bishe-rige Betriebsstandort wurde verpachtet und seit 1981 befindet sich dort ein iMO – Baumarkt (heute OBI – Baumarkt). Im selben Jahr wurde auch das zur Halle Vab gehörige Bürogebäude errichtet und in Betrieb genommen.

Ein Geschäftsbereich am Standort in der Raiffeisenstraße war der sich sehr gut ent-wickelnde Industrieabbruch. In den 70iger und 80iger Jahren wurden auf diesem Sektor einige sehr große Aufträge abgewickelt; die Entsorgung kompletter Zellstoff-fabriken, die Demontage von Brücken und der Abbruch von Gasometern. Noch heute zählt man in diesem Bereich zu den fünf führenden Anbietern in Österreich.  
Die Entwicklung von 1984 bis heute

Da sich die beiden Geschäftszweige, der Schrottbereich einerseits und der Stahl-handel andererseits, entsprechend weit von einander entfernt hatten, erfolgte 1984 die Trennung in zwei eigenständige Unternehmen um die Selbständigkeit beider Be-reiche nach innen und nach außen zu dokumentieren. Der Schrottbereich in der Raif-feisenstraße 61 wurde unter dem Firmenwortlaut Kovac Schrott GmbH verselbstän-digt und der Stahlhandel in der Wiener Straße 372 unter dem alten Firmenwortlaut Kovac Eisen-Maschinen-Metalle GmbH fortgeführt. Weitere Gründe für die Abspal-tung und Verselbständigung der Kovac Schrott GmbH waren der unterschiedliche Standort, die bessere Überschaubarkeit der Geschäftsgebarung und zusätzlich dien-te es auch der Motivation der Mitarbeiter. Der Umsatz des Unternehmens vor der Trennung betrug ca. 100 Millionen Schilling, wobei ca. 60 Millionen vom Schrottbe-reich und 40 Millionen vom Stahlhandel erwirtschaftet wurden.

Nach der Trennung 1984 war die Kovac Eisen-Maschinen-Metalle GmbH  auf den Stahlhandel, vor allem auf den Neueisenhandel, ausgerichtet, bis 1986 der Grund-stein für eine neue Betriebssparte gelegt wurde. Mit der Anschaffung einer Brenn-schneideanlage war man nun in der Lage auch Anarbeitungen durchzuführen. In den Jahren 1988, 1992 und 1993 wurden weitere noch größere und modernere  Brenn-schneideanlagen in Betrieb genommen.
Die geänderte Geschäftslage erforderte natürlich mehr Raum, deshalb wurden von 1983 bis 1990 Aus- (Halle Vab) bzw. Erweiterungsbauten (Halle VIIab) durchgeführt. Seit 1990 stehen ca. 5400 m² gedeckte Betriebsfläche zur Verfügung.

Die Errichtung einer Produktionshalle in der Judendorfer Straße 1 in Graz Gösting für einen Laserschneidbetrieb 1994, war ein weiterer Schritt des Unternehmens die Pro-duktionsseite zu stärken. Im selben Jahr konnte der Betriebsstandort der in Konkurs gegangenen Firma Zirl Stahlhandel erworben werden. In den darauffolgenden Mona-ten übersiedelte der gesamte Stahlhandelsbereich vom Standort in der Wiener Stra-ße 372 in die Alte Poststraße (Betriebsstandort der Firma Zirl), der Anarbeitungsbe-reich verblieb in Graz-Gösting.
Im Herbst 1997 kaufte man aus der Insolvenz der Grazer Firma Walch Fensterbau und Fassadentechnik GmbH deren Blechtechnikabteilung mit 6 Beschäftigten. Bis 1999 wurde die Walch Blechtechnik KG als Tochterfirma der Kovac Stahl KG geführt,  mit 31. 12. 1999 wurde sie mit der Kovac Stahl KG verschmolzen und damit das Dienstleistungsprogramm um die Kaltanarbeitung erweitert. Heute ist die Kovac Stahl KG der größte österreichische integrierte Platinenfertiger (Platine ist eine ebene Blechtafel).

Im Zuge dieser Verschmelzung kam es auch zum völligen Umbau der Halle Vab (Einbau einer Wärmedämmung und von Dachkuppeln), die bis dahin eine nicht be-heizte Lagerhalle für Stahlhandelsprodukte war. Es entstand eine moderne Produkti-onshalle und dadurch wurde es möglich die Maschinen und Anlagen der Walch Blechtechnik KG dort zu installieren.

Ebenfalls 1999 fand die bislang letzte Umgründung bzw. Umbenennung der Kovac Eisen-Maschinen-Metalle GmbH statt. Um den geänderten Geschäftsgegenstand Rechnung zu tragen, erhielt das Unternehmen seinen heutigen Firmennamen Kovac Stahl KG. Im Laufe der Zeit wurde das Unternehmen des öfteren umbenannt bzw. umgegründet. So änderte sich unter anderem 1993 die Gesellschaftsform. Aus der Kovac Eisen-Maschinen-Metalle GmbH wurde eine Personengesellschaft mit dem Firmenwortlaut Kovac Eisen-Maschinen-Metalle GmbH Nfg KG.

Der Erwerb einer 35%igen Beteiligung an der Spenglereibedarfsfirma Rosenauer GmbH & Co KG (Linz und Wien) im Juni 2000, weiters die Übernahme von 70 % der Firma Ritschka KG, ein Laserschneid- und Komponentenfertigungsbetrieb, in Brunn am Gebirge im Jänner 2001 und die 90%ige Beteiligung an der LWS Kovac  KFT in Zalaegerszeg (Ungarn) seit September 1999 waren weitere wichtige Expansions-schritte für die aufstrebende Kovac Stahl KG.

Die Beteiligung an der Rosenauer GmbH & Co KG erfolgte um ein artverwandtes Handelsprogramm, nämlich den Spenglereibedarf aus Eisen- und NE-Metallen auf-zunehmen. Der Kauf eines Teiles der Ritschka KG hatte den Zweck auch im Raum Wien auf dem in der Steiermark sehr erfolgreichem Gebiet der Anarbeitung präsent zu sein.

Seit der Ostöffnung im Jahre 1989 gibt es sehr viele Engagements steirischer Firmen in Osteuropa. Auch die Kovac Stahl KG erkannte die Chancen dieser neuen aufstre-benden Wirtschaften und daher gibt es seit 1999 die Beteiligung an der LWS Kovac KFT in Westungarn. Diese Stahlhandelsfirma soll den Verkauf von Stahl über die Grenze von Österreich hinaus in den ungarischen Markt ermöglichen.

Die Unternehmensgruppe Kovac heute:

Die aus der 1968 gegründeten P. Kovac & Co OHG entstandene Unternehmens-gruppe Kovac umfasst mittlerweile 7 Unternehmen. Es sind dies: die P. Kovac & Co GmbH, die Kovac Management GmbH, die Kovac Schrott GmbH, die Kovac Stahl KG und deren 3 Beteiligungsunternehmen. Während die Kovac Stahl KG, die Rose-nauer GmbH & Co KG , die Ritschka  KG und die LWS Kovac KFT in Handels- und Geschäftsbereichen tätig sind, die  sich teilweise ergänzen und sich daher entspre-chende Synergieeffekte ergeben, ist dies hinsichtlich der anderen Unternehmen nicht der Fall. Der gesamte Unternehmensverbund ist daher nicht nur aus Planungsgrün-den entstanden, sondern auch aus historischem Wachstum. Die Unternehmensgrup-pe Kovac erwirtschaftet im Jahr 2001 mit rund 170 Beschäftigten einen Jahresum-satz von ca. 36,6 Millionen EURO.

Die Kovac Stahl KG

Der durch die Einbringung des Gebrauchtmaschinenhandels und Nutzeisenbetriebs der Karl Waltner & Co OHG in die P. Kovac & Co OHG entstandene Geschäftsbe-reich Stahl ist mittlerweile zum größten Unternehmen der Unternehmensgruppe a-vanciert. Mit 86 Mitarbeitern (Stand 7.11. 2001) und einem Umsatz von knapp 21 Millionen EURO trägt die Kovac Stahl KG mehr als 50% zum Jahresumsatz der Gruppe bei.


 

Abb. 7: Umsatzentwicklung der Kovac Stahl KG (bzw. der P. Kovac & Co OHG und später der Kovac Eisen, Maschinen, Metalle GmbH)


70 % der Umsätze werden durch den Verkauf von Handelsware erzielt, die zum Großteil von österreichischen aber auch von Lieferanten aus Deutschland und Italien bezogen werden. Die Kovac Stahl KG hat über 3000 Kunden, wobei aber 48 Groß-abnehmer 50 % des Umsatzes ausmachen. Die Kunden kommen zu 80% aus Öster-reich, der Rest sind ungarische, slowenische und kroatische Käufer.


Die Kovac Schrott GmbH

Die Kovac Schrott GmbH ist seit 1984, durch die Abspaltung von der damaligen Ko-vac Eisen, Maschine, Metalle GmbH ein eigenständiges Unternehmen. Das Betäti-gungsfeld der Firma ist vor allem der Schrotthandel und die Schrottaufbereitung, der Metallhandel und die Metallaufbereitung, weiters die Entsorgung verschiedenster Abfälle und Problemstoffe, der Containerdienst und die Demontage und der Abbruch von Industrieanlagen bis hin zu Sprengungen und Rückbau aller Art. Das Unterneh-men zählt in dieser Wirtschaftssparte zu den führenden Betrieben in Österreich bei einem Umsatz p.a. von rd. 7,5 Millionen EURO.


Die Kovac Management GmbH

In der nunmehr Kovac Management GmbH beschäftigt man sich seit 1970 mit der Vermietung, Verpachtung und Errichtung (auch Superädifikate) gewerblicher Immobi-lien. Derzeit werden ca. 68.200 m² Verkaufs-, Büro- und Lagerfläche an viele nam-hafte Firmen, wie Mc Donalds, Libro, OBI Baumarkt, Panalpina, Forstinger oder Vö-gele, OMV und andere, vermietet.  Gleichzeitig fungiert die Kovac Management GmbH als Unternehmenszentrale und als Liegenschaftsverwaltung für die gesamte Gruppe.


Die P. Kovac & Co GmbH

Die P. Kovac & Co GmbH ist heute ein reines Liegenschaftsentwicklungs- und Ver-wertungsunternehmen. Zudem ist sie die Muttergesellschaft der Unternehmensgrup-pe, die sämtliche Beteiligungen an den operativen Geschäften hält. Die P. Kovac & Co GmbH hat selbst keine Angestellten, wird aber durch die Kovac Management GmbH verwaltet.